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Gikas erstes selbstkomponiertes Lied soll etwa 1980 nach Angaben ihrer Mutter vom Windelinhalt ihres kleinen Bruders gehandelt haben. „Er hat jeden Tag die Hose voll, die Hose voll, die Hooooose voll.“ So ist es nicht verwunderlich, dass sie sich später mehr auf die Instrumentalmusik konzentrierte und statt Liedtexte heute Sachtexte schreibt und als freie Journalistin und Kinderbuchautorin arbeitet.

Schon im Kindergarten wollte sie ganz unbedingt Geige spielen und nichts anderes. Ihr erstes Vorbild war ihr Vater, der als Konzertmeister im Kirchenorchester ganz vorn saß und den sie als Kleinkind im Gottesdienst mit lauten „da da da da!“-Rufen anfeuerte. Mit 5 durfte sie schließlich anfangen und bekam gut 13 Jahre lang klassischen Unterricht in Hamburg. Der Musik zuliebe durchlitt sie eine katholische Schule, um dort eine Musikklasse besuchen zu können. Bald saß sie im Schulorchester als Konzertmeisterin am 1. Pult, weil sie als eine der wenigen zum Dirigenten guckte, sich traute loszuspielen und dabei in time war. Diese Rolle der „Leitkuh“ behielt sie auch in vielen späteren Projekten.

Als Kind und Jugendliche war Gika begeistert von den folkloristischen Kompositionen von Béla Bartók. 1996 zog sie nach Kiel und lernte dort Irish Folk, entdeckte Klezmermusik und schließlich die Volksmusik aus Skandinavien, der Bretagne und Osteuropa. Mit der neu gefundenen Liebe zu Melodien vom Balkan und krummen, bulgarischen Rhythmen schloss sich für sie ein Kreis. 1998 gründete sie ihr Herzensprojekt, die Band Yonder, und spielt heute vor 7 Menschen mit der gleichen großen Leidenschaft wie vor 7000 Menschen.

Gika ist musikalisch sehr flexibel. Im Orchester spielt sie vom Blatt, auf Sessions lernt sie Tunes vom Gehör. Sie beherrscht verschiedene Stilarten, hört genau hin und passt sich ihren Mitmusikerinnen an. So kann sie andere auch spontan begleiten und improvisieren. Bei zusammentelefonierten Besetzungen lernte sie ihre Mitmusiker schon ein paar Mal erst auf der Bühne kennen, ohne dass das Publikum es merken konnte. Gika lernt unglaublich schnell neue Melodien und hat ein erschreckend gutes Gedächtnis.

Viele Jahre nach ihrem Abitur traf Gikas früherer Geigenlehrer ihre Eltern in Bergedorf und bescheinigte ihnen: „Wenn sie mehr geübt hätte, wäre vielleicht etwas aus ihr geworden.“ Stattdessen treibt sich die studierte Diplom-Biologin (also doch was erreicht!) in der norddeutschen Folk- und Weltmusikszene herum und fühlt sich dort genau richtig und zu Hause.

Referenzen

Ahrensburger Musiknacht, Alma Hoppes Lustspielhaus, Altes Kaufmannshaus Lauenburg, altonale, Bacchuskeller Eutin, Brakula, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Consortium Harburg, DGB Hamburg, Europaparlament Straßburg, Exlex Kiel, Festival der Kulturen Hamburg, Folkclub Ostangeln, Freilichtbühne Lübeck, Harburger Rathausfest, Heider Sommer, KaufBar Braunschweig, Kieler Schloss, Kleine Bühne Bad Bramstedt, Kulturcafé Komm du, KulturSommer am Kanal Lauenburg, Kulturverein Osterburg, Laeiszhalle Hamburg, Messe Du und Deine Welt Hamburg, Mobile Blues Club, Motte, Music Club Live, Old Dubliner Harburg, Prinz Willy Kiel, Räucherei Kiel, Rudolstadt Festival, Stadtfest Bremerhaven, St. Michaelis Hamburg, St. Petri Altona, Straßenmusik in Deutschland, Frankreich, Spanien, Theaterschiff Batavia Wedel, TIDE Hamburg, Villa Wachholtz Neumünster, Wirtschaftliche Vereinigung Schwarzenbek, diverse Hochzeiten, diverse Kirchengemeinden

Header-Foto: Stefan Niebecker